70 Jahre Brücke zur Heimat - 60 Jahre Siegwinden

Was für eine lange Zeit. Ob unser „Onkel“ Wessel, (1897-1987) der Begründer des Missionswerkes, wohl damit gerechnet hätte? Gerne würde ich ihn danach fragen können. 

Ja, wir haben allen Grund zur Freude zum Danken und zum Feiern!!! Selbst die Sonne strahlte am 1.Mai mit den zahlreichen Gästen, Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern um die Wette. 

Das Fest begann um kurz nach elf  Uhr mit einem sehr gut besuchten Gottesdienst. Schön, dass so viele gekommen waren!

Waldemar Muks, der 10 Jahre Heimleiter in Siegwinden war, ließ uns in seiner Ansprache an seinen Gedanken und Erinnerungen an diese nicht immer leichte Zeit teilhaben. Auch hatte er ein originelles Geschenk mitgebracht. Er verteilte zum Schluss 2 Überweisungsträger, die als Geburtstagsgabe zu nutzen sind:  Ein Formular für die eigene Überweisung und das zweite, um eine Person zu werben, Siegwinden ein Geschenk zu machen. 

- Danke, Waldi, schön dass es dich gibt! - 

Zur musikalischen Untermalung trug Familie Kerlin ganz wunderbar mit ihrer Musikband bei. Daran durften wir uns nicht nur während des Gottesdienstes erfreuen, sondern später auch noch draußen beim Grillen, Klönen und Kaffee- & Kuchen genießen. Danke für euren selbstlosen Dienst! Es hat Spaß gemacht euch zuzuhören! (Klavier klingt vor der Tür auch nicht schlecht!)

Ja, wir sind Gott von Herzen dankbar, dass wir den Nachmittag im Freien verbringen konnten, denn es wurden  einige Highlights angeboten. So gab es eine große Hüpfburg für die Kleinen, einen Zuckerwattestand, Kinderschminken, Hausführungen, eine Tombola; es wurde gegrillt und Kaffee & Kuchen gab es in Hülle und Fülle. Wir hatten einen Stand mit selbst entworfenen Siegwindener T-Shirts und Tabea Kania’s Kinderlieder CD, Postkarten und Plakaten. Auch die im letzten Jahr neu erworbenen Quads kamen auf der Wiese zum Einsatz. 

Es war ein rundum gelungener Tag, der mich allerdings auch ein wenig melancholisch werden ließ. Was haben wir nicht an Herzblut in dieses Werk gesteckt, die „Brückenfamilie“ wie auch die „Siegwindener“. 

Nein, hier zu arbeiten ist nicht nur ein Job, es ist Berufung, es ist pures Leben! Ich bin unendlich dankbar für die Menschen, die sich  mit so viel Herz und Liebe einsetzen. Gott sorgt, und das zu sehen, lässt mein Herz jubeln und IHN preisen.

Ich bin dankbar für jeden einzelnen Tag, den dieses Missionswerk Bestand hat, wenn auch manche Zeiten noch so schwer und hart gewesen sein mögen. Jeder Tag, jeder Einsatz hat sich gelohnt.

70 Jahre „Brücke“ und 60 Jahre Siegwinden... 

Während des Gottesdienstes kam mir der Gedanke: wie würde Onkel Wessel sich freuen, wenn er sehen könnte, dass auch fast 30 Jahre nach seinem Tod die Arbeit im Missionswerk und in Siegwinden weitergeht! In dem Moment fühlte ich mich wieder klein und sah mich bei ihm im Büro am Schreibtisch sitzen. 

Wie hat mich das Leben in der „Brücke“, an Onkel Wessels Seite und im „Schoß“ von Siegwinden geprägt... Was die „Brücke“ und Siegwinden für mich bedeuten, ist in Worten nicht zu beschreiben. Es ist für mich meine geistliche Heimat, mein Zuhause und ich bete, dass noch viele andere Menschen dort oben, auf unserem „Heiligen Berg“ zu Jesus finden, sich zu hundert Prozent geliebt und angenommen wissen; und dass sich noch viele Menschen durch die Zeitschrift „Brücke zur Heimat“ ermutigt und umsorgt fühlen.

Ja, der Name ist hier Programm!

Seien Sie gesegnet, liebe Leserin! lieber Leser! Ich wünsche Ihnen den Frieden unseres wunderbaren Heilandes und wie Onkel Wessel sagen würde, sei’s mit Taten oder Worten: Denken Sie daran, Jesus hat Sie lieb! 

Ihre Miriam Matt