In Zusammenarbeit mit der Stiftung “Brücke zum Leben” führen wir Freizeiten für Kinder aus osteuropäischen Ländern in Siegwinden durch. Die Kinder werden mit einem Bus zu uns gebracht. Ein Team von russischsprechenden Mitarbeitern kümmert sich um die Gestaltung der Freizeit. Damit Sie eine Vorstellung über diese Freizeiten bekommen, veröffentlichen wir hier einen Bericht.

Für diese Freizeiten suchen wir Mitarbeiter, die russisch sprechen!

BERICHT ÜBER DIE FREIZEIT MIT KINDERN AUS MOLDAWIEN 

Vom 19. bis zum 29. August hatten wir in Siegwinden 100 Kinder aus Moldawien zu Besuch – ein großer Teil von ihnen kam aus Waisenheimen.  Das war eine besondere Möglichkeit, diesen Kindern, die bereits sehr viel Leid in ihrem kurzen Leben erlebt haben, die Liebe Gottes praktisch zu zeigen. Fast in letzter Minute wurde die Reise aus irgendwelchen bürokratischen Gründen abgesagt, aber dank der Intervention eines befreundeten Abgeordneten wurde die Reise von höchster Stelle in Moldawien dann doch genehmigt. Die Kinder waren zwei Tage und drei Nächste unterwegs, bis sie dann endlich bei uns angekommen sind!

Wir sind sehr dankbar, dass ein Team von Mitarbeitern aus verschiedenen Gemeinden sich bereit erklärt hat, das Programm für die Kinder in russischer Sprache zu gestalten. Unter ihnen waren auch zwei Schwestern aus einer slawischen Gemeinde in USA, die einen Bericht über diese Freizeit geschrieben haben.

Nun ist die Kinderfreizeit vorbei, auf die wir so lange gewartet und uns vorbereitet haben. Es gab viele Erwartungen und Unsicherheiten, aber jetzt ist alles vorbei. Vor der Anreise der Kinder wurde uns gesagt, dass es mit den Kindern schwierig sein könnte, denn sie kommen aus Kinderheimen. Wir beten für ihre Ankunft und warteten ungeduldig auf sie, aber haben uns auch Sorgen gemacht, wie wohl die Kinder sein werden. Wir haben sie während des Tages am Montag erwartet, aber sie sind nicht gekommen. Wir haben sie am Abend erwartet, aber sie sind auch abends nicht gekommen. Wir machten uns Sorgen und konnten sie auch telefonisch nicht erreichen. Dann haben wir alle in de Hände Gottes abgegeben und bereiteten uns vor. Wir sind mit dem Bewusstsein schlafen gegangen, dass man uns jederzeit nachts wecken könnte und wir die Kinder aufnehmen müssen. Früh morgens am Dienstag hat man uns mit den Worten geweckt: „Die Kinder sind da!“ Die Kinder waren sehr froh, dass sie endlich angekommen sind, der Weg war sehr lang.

Von Anfang an beobachteten uns die Kinder sehr genau und studierten uns. Wir unsererseits versuchten sie mit Liebe und unserer Fürsorge zu umgeben. Zuerst wollten einige der größeren Kinder zeigen, wie „cool“ sie sind und wollten nicht auf uns hören, aber es war nur eine Show, denn eigentlich waren die Kinder sehr offen und gehorsam. Es gab natürlich schwierige Momente, aber wir haben mit unserem Team darüber ausgetauscht, zusammen gebetet und haben versucht, uns gegenseitig zu helfen und Gott hat es gesegnet. Ich habe darüber gestaunt, wie gerne die Kinder sich gegenseitig geholfen und miteinander geteilt haben.

Mit den Teenagern war es etwas schwieriger, aber Gott hat unseren Brüdern Weisheit im Umgang mit ihnen gegeben. Viele von ihnen stellten Fragen über das Gebet und zu Ikonen. Sie wollten wissen, wie man richtig beten kann. In einer Gruppe hat der Leiter erzählt, wie man im Gebet zu dem lebendigen Gott kommen kann und wie er antwortet und hat den Kindern und Teenagern vorgeschlagen, einfach selbst mit eigenen Worten zu beten. Einer der Jungen lachte darüber, aber zum Ende der Freizeit wollte er mit seinem Gruppenleiter reden. Dabei sagte er, dass er wie vorgeschlagen gebetet hat und dann gemerkt hat, dass sich etwas in ihm verändert hat und dass er jetzt ein neues Leben führen möchte. Der Leiter erklärte ihm, was Bekehrung bedeutet und was er jetzt tun sollte. Gott sei Dank, dass er in den Herzen der Kinder gewirkt hat! Bitte betet für diese Kinder, denn sie hatten noch viele Fragen und wir versuchten, so viel wir konnten sie zu beantworten und ihnen Beispiele zu geben.

Zum Schluss der Freizeit wollten die Kinder gar nicht mehr wegfahren. Sie haben uns lieb gewonnen und wir sie. Mit Tränen gingen sie in ihren Bus und sind auch weinend weggefahren. Sogar die ganz „coolen“ Jungen fingen im Bus an zu weinen und schrieben auf Blättchen, dass sie uns lieben und uns wiedersehen möchten. Betet bitte für diese Kinder und ihre Zukunft!

Olga und Tanja Karabut